PMMA ist mehr als nur Harz
Vom Spezialfall zum Systemstandard in der Brückensanierung

Minden, 13.01.2026. Die Anforderungen an die Instandhaltung von Brückenbauwerken steigen stetig: Höhere Verkehrsbelastung, eng getaktete Bauzeitenfenster und zunehmende Nachhaltigkeitsansprüche stellen Planer und Ausführende gleichermaßen vor neue Herausforderungen. Gerade in dieser Gemengelage gewinnen reaktionsschnelle, prozesssichere und normativ abgesicherte Lösungen an Bedeutung. Mit dem Einzug der PMMA-Systeme in die Regelbauweise, verankert in der ARS Nr. 21/2023, öffnet sich ein neues Kapitel für die Brückeninstandhaltung.

Was früher Speziallösung war, ist heute Stand der Technik: PMMA-Systeme bieten nicht nur eine dauerhafte Beschichtung unter der Schweißbahn gemäß ZTV-ING 6-1, sondern überzeugen durch ihre kurze Aushärtezeit, hohe Witterungsunabhängigkeit und flexible Verarbeitung – sowohl maschinell als auch klassisch per Hand. Dabei entstehen keine Kompromisse bei Qualität oder Umweltbilanz.

Planbarkeit durch Geschwindigkeit: Ein Tag reicht

PMMA-Systeme ermöglichen in Verbindung mit modernen Verarbeitungstechniken, etwa durch die maschinelle Applikationsmaschine Triflex SAM, Flächenleistungen von bis zu 2.400 m² pro Tag. Ein klarer Vorteil in regenreichen Monaten oder bei Bauzeitdruck. Wo früher der Zelt- & Heizungsaufbau und Wartezeiten zwischen Systemlagen eingeplant werden mussten, genügt heute oft ein einziger trockener Tag für die vollflächige Versiegelung, inklusive Übergangs- und Detailabdichtung.
Der Einsatz von Triflex SAM (Spray Application Machine) bringt dabei Geschwindigkeit und ein hohes Maß an Prozesssicherheit mit sich. Das Material wird direkt aus dem IBC-Gebinde angesaugt, im geschlossenen System gemischt und kontinuierlich appliziert. Die erste Lage PMMA wird gleichmäßig aufgebracht und abgestreut, die zweite folgt nahtlos im selben Arbeitsgang. Pausenzeiten und händische Mischfehler entfallen. Der Schichtaufbau erfolgt dadurch deutlich schneller und ist in gleichbleibender Qualität reproduzierbar. Zusätzlich lassen sich durch die Reduktion von Verpackungsmaterial (z. B. durch IBCs statt Einzelgebinden) logistische Abläufe vereinfachen und Umweltbelastungen minimieren. Gerade bei großflächigen Versiegelungen mit engen Zeitfenstern bietet die maschinelle Verarbeitung einen quantifizierbaren Produktivitätsvorteil aus wirtschaftlicher wie auch qualitativer Sicht.

PMMA: Schnell und flexibel

Um Bauzeit zu sparen und Sperrzeiten zu minimieren, setzen immer mehr öffentliche und private Auftraggeber auf Brücken in Fertigteilbauweise. Der Einsatz von vorgefertigten Betonbauteilen macht eine hochgradig beschleunigte Montage, oftmals innerhalb weniger Wochen, möglich. Damit dieser Zeitgewinn nicht durch langwierige Abdichtungsarbeiten relativiert wird, entscheiden sich viele Planer und Bauherren konsequent für PMMA-Systeme bei der Versiegelung. Denn nur so lässt sich die schnelle Bauweise auch bis zur letzten Systemschicht fortsetzen: mit kürzesten Wartezeiten, witterungsunabhängiger Verarbeitung und einer maschinellen Applikation, die in wenigen Stunden große Flächen zuverlässig abdichtet. PMMA wird damit zum logischen Baustein im modernen Brückenbau.

Mehr als nur Abdichtung: Systemlösungen für das gesamte Brückenbild

Ob Übergangskonstruktionen, Kappenanschlüsse oder Asphaltsanierungen: PMMA-basierte Produkte wie Triflex Bridge Deck Detail oder Triflex Asphalt Repro 3K bieten spezifische Lösungen für die diffizilen Stellen im Brückenbau. Besonders an kritischen Punkten zeigen sie ihre Stärke. Sie sind regenfest nach 30 Minuten, überarbeitbar nach ca. 45 Minuten und dauerhaft mechanisch belastbar. Ergänzt durch Systeme für Markierung und punktuelle Reparatur entsteht ein überzeugendes Gesamtkonzept.
Mit dem Wechsel zur Regelbauweise ist PMMA aus der Brückeninstandhaltung nicht mehr wegzudenken. Es steht für eine neue Art zu denken – Qualität, Nachhaltigkeit und Bauzeit nicht als Zielkonflikt, sondern als Einheit zu begreifen.

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