Signale setzen für Industriestandort Deutschland
EU-Handelschef Bernd Lange zu Besuch bei der Follmann Gruppe
Minden, 04.02.2026. Offene Märkte und verlässliche Handelsbeziehungen sind für Unternehmen ein zentraler Erfolgsfaktor. Die Follmann Gruppe bekennt sich klar zum Industriestandort Deutschland und setzt auf ihre eigene Stärke und Innovationskraft. Anlässlich des Besuchs von Bernd Lange, Vorsitzender des Handelsausschusses des Europäischen Parlaments, diskutierte die Unternehmensleitung am Standort Minden die Perspektiven und Herausforderungen des industriellen Mittelstands in Europa.
Begleitet wurde Bernd Lange von Achim Post, Vorsitzender der SPD in Nordrhein-Westfalen und stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender, sowie Peter Kock, Bürgermeister der Stadt Minden. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die internationale Wettbewerbsfähigkeit der chemischen Industrie, offene Märkte und die Auswirkungen europäischer Regulierung auf mittelständische Unternehmen. Auch das kürzlich unterzeichnete EU-Handelsabkommen mit Indien wurde vor dem Hintergrund seiner Bedeutung für exportorientierte Unternehmen eingeordnet.
Investitionen statt Subventionen
Die Follmann Gruppe investiert gezielt in moderne, umweltfreundliche Technologien, um nachhaltige Innovationen in Deutschland voranzutreiben und langfristig Arbeitsplätze zu sichern. „Wir wollen keine Subventionen, keine Fördermittel und keine Bevorzugung“, betont Dr. Henrik Follmann, Geschäftsführer der Follmann Chemie GmbH. „Wir stellen uns mit Leidenschaft dem internationalen Wettbewerb. Mit unseren nachhaltigen und innovativen Produkten haben wir große Chancen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.“
Die Unternehmensgruppe sieht die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie durch eine zunehmende und praxisferne Regulierung gefährdet. Verordnungen und Richtlinien wie REACH, CSRD, IED, CLP, Lieferkettenanforderungen oder die EU-Taxonomie stellen insbesondere den industriellen Mittelstand vor große Herausforderungen. „Die Nachhaltigkeitsziele der Europäischen Union sind richtig und wichtig“, so Follmann. „Doch sie lassen sich nicht über immer neue Bürokratie erreichen. In ihrer aktuellen Ausgestaltung sind viele Regelwerke nicht mittelstandskompatibel. Statt Innovation zu fördern, wird sie vielfach ausgebremst und Investitionsentscheidungen werden erschwert.“
Offene und faire Märkte sind daher eine zentrale Bedingung für wirtschaftlichen Erfolg. Das gilt für den Absatz hochwertiger Spezialchemieprodukte ebenso wie für den Zugang zu Rohstoffen. Das kürzlich unterzeichnete EU-Handelsabkommen mit Indien unterstützt diese Rahmenbedingungen, indem es den Marktzugang verbessert und faire Wettbewerbsbedingungen fördert.
Blick auf den industriellen Mittelstand
Bei der Standortbesichtigung verschafften sich die Gäste auch einen Eindruck von der neuen Produktionsanlage für reaktive Bindemittel und den Abläufen am wachsenden Mindener Standort, an dem die Follmann Gruppe kontinuierlich investiert und zusätzliche Arbeitsplätze schafft. Der Austausch unterstreicht die Tragweite stabiler Handelsbeziehungen für den Mittelstand und die Chancen, die sich daraus für den Industriestandort Deutschland ergeben. In Zeiten globaler Spannungen gewinnt ein verlässlicher europäischer Rahmen zusätzlich an Bedeutung. „Wir freuen uns sehr über den Besuch. Er zeigt die Relevanz internationaler Handelsbeziehungen für unseren Mittelstand. Stabile Partnerschaften sind wichtig für die zukünftige Entwicklung unseres Standorts Minden. Zudem ist es ein klares Signal, dass diese Themen auf europäischer Ebene wahrgenommen werden“, sagt Dr. Thomas Damerau, Geschäftsführer der Follmann Chemie GmbH.
(ca. 3.600 Zeichen inkl. Leerzeichen)


